Es gibt sicher unendlich viele Meinungen über Sinn oder Unsinn von eingesetzten AntiViren-Programmen auf dem Mac. Viele Anwender sagen, das der Mac mit Viren kein Problem hat, da es schlicht keine Viren für Apple’s System gibt. Das mag vielleicht stimmen, aber trotzdem könnte man Viren (speziell Windows-Viren) auf die eine oder andere Art doch weitergeben und somit andere Systeme, die mit Windows unterwegs sind, verseuchen.
Und genau aus diesem Grund, einfach ein gutes Gefühl zu haben beim Versenden von Emails mit Anhängen, habe ich mir das Antivirus-Programm “ProtectMac Antivirus” angeschaut. Das Programm bietet eine iTunes-Ähnlichen Benutzeroberfläche an und macht einen recht soliden Eindruck. Alle Archive wie DMG-Files, ZIP-Archive etc. werden beim öffnen automatisch nach Schädlingen durchsucht. Außerdem verankert sich das Programm in der Menüleiste, wo man ständigen Zugriff auf die Funktionen hat. Ich habe natürlich auch mein System mit der aktuellen Virendefinition durchlaufen lassen, Schadsoftware oder dergleichen wurde nicht gefunden, was aber auch nicht anders zu erwarten war. Geschwindigkeitseinbußen sind mir bis jetzt nicht aufgefallen, alles funktioniert schön im Hintergrund des Systems und verrichtet seine Arbeit.
ProtectMac AntiVirus kann kostenlos 30 Tage getestet werden und kostet in der Vollversion 39,99 EURO mit einer 30 Tagen Geld-Zurück-Garantie.
Der Preis ist soweit ok, die Frage ist eben nur: Sinn oder Unsinn … ?
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27. Januar 2010 um 00:57
hi.
meine bescheidene meinung ist, das jedes system ein antivir braucht. egal ob win, mac oder linux.
und wenn sich das zeug nur im junk-ordner befindet oder gezippt ist oder dem system nichts anhaben kann (mac/linux). man muß an seine win-freunde denken.
aber:
den scan würde ich nur von live-cd/usb-stick aus machen, zb. mit knoppicillin oder dessen pendants. die nutzen auf wunsch mehrere scanner.
nur wenn das eigentliche betriebssystem nicht gestartet ist, ist ein scan sinnvoll. ich spreche aus erfahrung.
ach ja: die win-freunde sollten tunlichst auch im laufenden betrieb einen echtzeit-scanner haben!!
hmm, da aber statistisch gesehen alle anti-viren/trojaner/hijacker/etc-programme zusammengenommen auch höchstens nur 60% der tatsächlichen schädlinge findet, ist dieses thema tatsächlich für mac -und linux-user etwas strittig.
)
ich bin für eine live-cd alle 2 wochen mal. und noch eine spezielle gegen rootkits und bestimmte mbr oder bios-modifikationen.
wie gesagt, ein schwieriges thema.
mein beileid, liebe win-freunde! an alle anderen: vorsicht und gesunder menschenverstand schaden nichts.(auch aus erfahrung
viele grüße
frewo
27. Januar 2010 um 01:06
was ich noch vergessen hab:
statistik:
über 90% aller angreifer nutzen sicherheitslücken des browsers.
ie war ja grad aktuell. ms reagiert sehr langsam auf gemeldete lücken (siehe “daily exploits”), safari hatte oft lücken, die wurden aber meißt zügig geschlossen.
deshalb empfehle ich mal vorsichtig mozilla-produkte. aber meine warnung bezieht sich auf jede fremdsoftware (pdf-reader, flash, java, etc.). man sollte immer darauf achten, das alles aktuell gehalten wird, weil da die fixes der developer mitdrin sind. sofern der anbieter seriös ist….
gruß
frewo
27. Januar 2010 um 01:34
Es ist traurig, das beim brandneuen Betriebssystem aus Redmond ein Virenscanner vorausgesetzt wird, sonst spielt das Wartungscenter verrückt und nervt damit, aktuelle Virensoftware zu installieren. Ist mir auch egal, bei Mac und Linux gibt es diesen Zwang nicht.
Jetzt kommt in meinem Email-Account gerade eine Nachricht von UPS-America rein. Aha, UPS-America und nicht UPS-Deutschland, Kopfkratz! Und ein ZIP-Archiv hängt auch noch dran, also schnell heruterladen und auspacken. Oh, da ist ja eine hübsche EXE-Datei verpackt, gleich mal mit einem Doppelklick öffnen, könnte ja etwas wichtiges sein. Nanu, TextEdit öffnet sich und nur kryptischer Müll wird angezeigt. Schade, wollte doch mal wissen was die kleine EXE so kann.
Sicher verstehst Du jetzt mein Thema “Sinn oder Unsinn” – wir brauchen keinen Virenscanner für den Mac. Und das mit der EXE-Datei war nur ein Beispiel, ich fühle mich mit meinem Mac sicher, was das System betrifft und der Rest wird vom gesunden Menschenverstand geregelt. Wenn das System von mir mein Admin-Passwort beim Besuch von Websites oder der Installation dubioser Software verlangt, dann setze ich tatsächlich einen Virenscanner ein, der ist sogar kostenfrei und heißt: BRAIN
Herzliche Grüße
Torschti
27. Januar 2010 um 23:39
ja, und nicht vergessen, liebe win-freunde:
nach getaner installation und einrichtung des systems unbedingt einen user mit eingeschränkten rechten anlegen, und nur mit dem anmelden!
damit hats ein angreifer (automatisierte scripts, etc.) viel schwerer.
wenn ihr selbst kurz admin-rechte braucht, um was zum installieren zb., dann gibt es tools wie “make-me-admin” und noch viele weitere.
ich kann auch die win-freunde nicht verstehen, die sich über die abfrage “sind sie sicher….?” beschweren. diese uac-prüfung ist seit vista und wirklich sinnvoll gegen angriffe.
aber viele leute glauben ja nicht an angriffe, weil sie nichts sehen.
bei einem ct-test war ein frisches xp ungeschützt nur online, ohne browser etc.. innerhalb 30 sekunden waren die schädlinge schon da.
die abfrage solcher scripts läuft eh meißt im selben muster. man frägt automatisch beliebig viele ip-adressen ab und dessen betriebssystem. dann kommt nur noch die frage, arbeitet der user mit admin-rechten oder nicht. wenn schon, dann hat er pech gehabt, wenn einem 13-jährigen script-kiddy grad langweilig ist.
ich verstehe aber auch, wenn das manchen leuten zu kompliziert ist, aber wenn ich nicht weiß, ob ich im browser ein zertifikat zulassen darf, muß, soll oder keinesfalls, dann steht der user vor einem problem. und die materie wird in zukunft noch komplizierter gezwungendermaßen, sonst gibts auch keine sicherheit.
traurig aber war.
ohne brain hilft auch kein linux, bsd oder mac.
ich hoffe, ich bringe hier keinen windows-freund zur weißglut, aber das sind tatsachen.
viele grüße
frewo