Parallels vs. VMware Fusion

14.01.2010

Software, System

Ich bin ja zwangsmäßig darauf angewiesen, Windows zu benutzen, da bietet sich am besten das mitgelieferte Boot Camp oder wenn man nicht dauernd den Rechner neu starten möchte, eine virtuelle Maschine an. Bisher hatte ich immer auf Parallels Desktop in der Version 4 gesetzt. Jetzt habe ich auf Parallels Desktop 5 und Windows 7-64 Bit aktualisiert und kurz nach der Installation von Parallels und Windows 7 machte sich die Ernüchterung breit:

Parallels Desktop 5
Die Installation ist kein Problem, diese erfolgt zügig, allerdings ist der erste Start schon sehr sehr langsam. Die Installation von Windows 7 ist auch kein Problem, alles funktioniert wie gewohnt, allerdings sehr sehr zäh. Parallels liefert die AntiViren-Software “Kaspersky” kostenlos mit und somit sollte die VM sicher sein. Die Benutzung von Windows 7 ist eine echte Qual, alles ist so langsam, das ich gestern fast verzweifelt bin. Das liegt allerdings ganz sicher nicht an Windows! Boot Camp funktioniert auch nicht mehr, es kommt die Meldung: Festplatte kann nicht partitioniert werden! Auch die Optimierung der Einstellungen von Parallels Desktop 5 ändern an den massiven Geschwindigkeitsproblemen nichts. Es macht einfach kein Spaß und die Arbeit damit wird unerträglich, entsprechend habe ich Paralles Desktop 5 ins Nirvana geschickt.

VMware Fusion
Nachdem ich dieses Programm heruntergeladen hatte, installierte ich diese VM sogleich. Es wird sogar die Möglichkeit angeboten, Boot Camp einzubinden. Nach der Installation von Windows 7 bin ich erstmal sehr angenehm überrascht. Die VM rennt und Windows 7 arbeitet sehr zügig. In den Standardeinstellungen sind dem Gastsystem 1 GB RAM zugeteilt, ich habe dieses auf 2 GB RAM geändert. Kostenlos wird McAfee VirusScan Plus mitgeliefert, ich bin zwar von diesem Virenscanner nicht überzeugt, aber wenn es schon kostenlos mitgeliefert wird, was soll’s. Die korrekte Funktion meiner Magic Mouse ist mit VMware kein Problem, diese funktionierte im übrigen mit Parallels Desktop 5 ebenfalls. Irgendwie merke ich, das VMware eben mehr Erfahrung bei der Virtualisierung mitbringt. Auch alle 3D Effekte unter Windows 7 funktionieren hervorragend und somit viel mir meine Entscheidung, auf VMware Fusion komplett umzusteigen, nicht schwer.

Mein Fazit
Paralles Desktop 5 ist für mein System völlig unbrauchbar. Vielleicht bessert Paralles mit neuen Updates nach, soll mir aber jetzt egal sein, das Geld dafür war rausgeschmissen.

VMware Fusion arbeitet zügig, es macht einfach Spaß, damit zu arbeiten. Das Boot Camp weiterhin funktioniert, ist ein großer Zusatzpunkt, was mich bei meiner Kaufentscheidung zusätzlich positiv beeinflußt hat. Der Preis ist etwas hoch, dafür habe ich 12 Monate Anspruch auf kostenlose Updates, egal welche Version in Zukunft heraus kommt.

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2 Antworten zu “Parallels vs. VMware Fusion”

  1. Rene sagt:

    Parallels 5 ist tatsächlich ein essentieller Rückschritt zu 4 mit der man sehr solide arbeiten konnte. Alle relevanten Optimierungen bringen zwar kleine Fortschritte, aber die Performance bleibt beim meinem MacBook Pro mit 4 GB Arbeitsspeicher ungenügend. Besonders in der Startphase der VM geht über mehrere Minuten gar nichts – auch OS X läuft nicht. Ärgert mich ziemlich, weil ich so wieder zwei Rechner auf dem Tisch stehen habe. :-(

  2. Mineralwasser sagt:

    VMWare ist zwar schneller als das neue Parallels 5, kann aber auch nicht mithalten gegenüber einer nativen Installation von Windows. Ich habe Windows 7 auch über Bootcamp installiert, es ist unglaublich, wie schnell es ist. Der Nachteil liegt am ständigen Neustart des Rechners, je nachdem, welches Betriebssystem verwendet werden soll.

    Nun kann man ja über VMware auch die Bootcamp-Installation aufrufen, allerdings macht das eine erneute Aktivierung von Windows 7 notwendig, da ja eine andere Hardware ermittelt wird. Und das nervt …

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